Über mich.

Ich mag Bäume. Katzen. Und Spaziergänge.
Ich bin eher leise als laut und nicht besonders gut im Smalltalk. Ich bin im März geboren. In den 1980er Jahren. In Karl-Marx-Stadt. Ich bin gern allein im Wald, aber nicht gern allein in der Stadt. Ich schätze Intelligenz und Tiefsinn, aber mag es nicht, Dinge zu ernst zu nehmen. Manchmal habe ich keine Worte für das, was ich gern sagen würde. Und oft mehr Fragen als Antworten.

Oder auch: Ich bin Nanni, aufgewachsen in Limbach-Oberfrohna, dann eine ganze Weile weg gewesen… und schließlich nach Limbach zurückgekommen.

Dort lebe ich jetzt mit einem wunderbaren Mann und vier zauberhaften Katzen in einem kleinen alten krummen Häuschen und kämpfe damit, dass die Tage eigentlich immer ein wenig länger sein müssten, als sie tatsächlich sind, weil ständig irgendwelche Ideen und Projekte durch meinen Kopf springen.

Allerdings bin ich kein Mensch, der Lärm und Action sucht – ich mag viel lieber den Wald, die Natur und die leisen Dinge.


Fotografie

Die Fotografie kam 2011 eher zufällig in mein Leben, wurde dann aber schnell zu einer meiner liebsten Beschäftigungen und irgendwann verging kaum noch ein Tag, an dem ich nicht fotografierte. Anfangs vor allem Natur und „Lost Places“, später Selbstportraits und verschiedene Kunst-Projekte.

Seit 2023 standen immer häufiger auch andere Menschen vor meiner Kamera. Wieder probierte ich Vieles aus, lernte Neues dazu und kann mir inzwischen kaum noch vorstellen, wieder damit aufzuhören. Ich mag es wahnsinnig gern, völlig unterschiedliche Menschen vor meiner Kamera zu haben, mich auf sie einzulassen und ihnen zu zeigen, was sie in meinen Augen besonders macht..

Ich merkte jedoch auch, dass mein Verständnis von „Fotoshooting“ nicht immer dem entspricht, was andere erwarten: denn mir ging es nie um Technik, perfekte Posen und Inszenierung, auch nicht um die bloße Dokumentation von Alltäglichem. Stattdessen wollte ich Raum bieten für Stimmungen, Gefühle, Fantasie. Platz zum Ausprobieren, Atmen, Bei-sich-sein. Ich wollte hinter Fassaden schauen, unter die Oberfläche gehen. Wollte Räume gestalten, die sich dem Alltag entziehen.

Obwohl ich im Laufe der Jahre durchaus gelernt habe, was ich tun muss, damit meine Kamera macht, was ich will, strebe ich nicht nach technischer Perfektion und folge in Bezug auf Technik generell eher dem „weniger ist mehr“-Prinzip. Ich arbeite gern (aber nicht ausschließlich) mit natürlichem Licht und habe in all den Jahren, in denen ich nun schon fotografiere, immerwieder festgestellt, dass die schönsten Bilder für gewöhnlich dann entstehen, wenn alles entspannt ist, man dem Zufall ein wenig Platz lässt und vor allem das Gefühl darüber entscheiden lässt, was gerade richtig und wichtig ist.


Neurodivergenz

Während meines Studiums (Soziologie/Psychologie) setzte ich mich erstmals intensiver mit AD(H)S auseinander (und später auch mit anderen Formen von Neurodivergenz). Dabei interessierten mich nicht nur die psychologischen Aspekte, sondern genauso die sozialen, kulturellen und biografischen Zusammenhänge. Diese Mischung aus Theorie, Beobachtung und gesellschaftlicher Perspektive begleitet mich bis heute und prägt meinen Blick auf dieses Thema.

2025 begann ich dann, mich Schritt für Schritt in die Autismus-Diagnostik einzuarbeiten und unterstütze seitdem die diagnostische Arbeit einer psychiatrische Praxis, was mir einen sehr klaren und zugleich nahen Einblick in die Vielfalt neurodivergenter Lebensgeschichten gibt.

Allerdings schaue ich nicht nur von außen auf das Thema: Ich bin selbst neurodivergent. Das heißt, ich kenne beide Seiten: die theoretisch-fachliche Perspektive, aber ebenso die persönliche Innenwelt, die dahinter liegt.

All das fließt letztlich in meine Beratungen ein. Es hilft mir, genauer hinzusehen, manchmal auch etwas unkonventionell zu denken, unterschwellige Muster zu erkennen – und Menschen wirklich ernst zu nehmen in dem, was für sie wichtig ist.


Lange Zeit lag der Schwerpunkt meiner Fotografie auf Selbstportraits und verschiedenen Kunstprojekten. Rückblickend war das vielleicht eine Art Forschungsraum: ein Ort, an dem ich eigene Stimmungen, Grenzen und Innenwelten sichtbar machen konnte. Ich versuchte einzufangen, was nicht in Worte passte. Zu erzählen, was sich dem bloßen Verstand entzog. Ich wollte ausprobieren, experimentieren, Ausdruck finden.

Vielleicht scheint es mir deshalb so selbstverständlich, heute Beratung und Fotografie zu verbinden – denn für mich folgt Beides demselben Impuls: Menschen in ihrer eigenen Geschichte sichtbar werden zu lassen. Manchmal durch Worte, manchmal durch Bilder.

Kunstkram & Selbstportraits

Es gab schließlich auch die eine oder andere Veröffentlichung oder Ausstellung meiner Bilder und ich bin Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler.


Veröffentlichungen, Ausstellungen

Magazines:
– 2020 Pan & The Dream #4 „ghost stories“ (US)
– 2020 Unveal Journal Issue Three
– 2021 LEMAG #36 (Long Exposure Photography Magazine)
– 2021 The Phoblographer

Exhibitions:
– 2022 KUNSTSALON SINE LOCO, Munich
– 2022 „Art Werdau“, Werdau
– 2025 Space Place Gallery, Nigni Tagil/Russia (02.03.-16.03.25)
– 2025 „Offener Bürgertreff Eckpunkt“, Limbach-Oberfrohna (25.04.-11.05.25)
– 2025 Garagen-Campus Chemnitz „Trace of Us“ (07.11.-23.11.25)


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