Stille

Tiefe, Stille, Dichte (Man geht an die Ränder,
weil dort Dichte entsteht.

Wenn Stille ganz dicht wird, wird sie tief.

Im Alltagsverständnis wird Intensität oft gleichgesetzt mit Tiefe. Etwas berührt, bewegt, beeindruckt – dann erscheint es nicht alltäglich, nicht banal, sondern tief.
Bei genauerem Hinschauen zeigt sich jedoch:
Tiefe ist Abwesenheit von etwas.
Intensität ist Anwesenheit von etwas.

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Zustand Null

Orte, die nichts miteinander zu tun haben.
Und doch dieses Gefühl, dass sie sich im Inneren treffen.
Kirche und Kerker. Tempel und Wald. Hell und Dunkel. Verlieren und Finden. Auflösen und Sein.
Und die Frage: Wohin führt es, wenn man den Widersprüchen folgt? Sie verbindet? Den Ort sucht, an dem keine Namen mehr sind, doch eine ganz eigene Wahrheit wartet?


Ausgangspunkt

Menschen machen sich die Welt begreifbar, indem sie Unterscheidungen ziehen: Wir sagen „dies“ – und zugleich entsteht damit ein „nicht dies“, wobei zwischen jedem „dies“ und „nicht dies“ eine trennende Linie verläuft. Entlang solcher Linien finden wir Ordnung (und innerhalb dieser Ordnung verorten wir auch unser „Ich“).

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Theoretische Basics

A – Grundstruktur menschlicher Welterfahrung (Unter welchen Bedingungen sind Welt, Bedeutung und Ich möglich?)

Im Alltag erleben wir die Welt meist als etwas klar Gegebenes, doch diese als selbstverständlich wahrgenommene Ordnung beruht stets darauf, dass wir Unterscheidungen ziehen(z.B. „das ist mein Körper – das ist die Welt außerhalb meines Körpers“ oder „das ist warm – das kalt“). Erst durch Unterscheidung wird die Welt für uns erfahrbar – und dabei wird deutlich: indem wir eine Sache benennen, definieren wir zugleich immer auch, was diese Sache nicht ist.

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